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Nina Hagen rockt gegen Hinkley Point C

Die Künstlerin und Greenpeace-Energy-Kundin unterstützt uns im Kampf gegen das britische AKW-Projekt und die dafür geplanten milliardenschweren Atomsubventionen. Warum sie das tut, erzählt sie im Interview.

Frage: Du engagierst dich schon lange gegen die Atomkraft. Was treibt dich an?

Nina Hagen: Diese krank machende, absurd teure Technik, deren Müll teilweise Hunderttausende Jahre lang gefährlich strahlt und für dessen Entsorgung es bis heute kein sicheres Konzept gibt, die habe ich schon immer abgelehnt. 1986 passierte die Katastrophe in Tschernobyl, ich habe damals einen Text darüber geschrieben und vertont, leider wollte es bis jetzt noch keine Plattenfi rma veröffentlichen, aber ich singe den Song bis heute live und werde so lange keine Ruhe geben, bis die AKWs endlich alle abgeschaltet sind.

Frage: Warum ist es wichtig, jetzt den Bau des britischen AKW Hinkley Point C zu verhindern?

Nina Hagen: Während in Deutschland wenigstens der Atomausstieg beschlossen wurde, versuchen andere Staaten wie Großbritannien, diese Technologie künstlich am Leben zu halten. Hinkley Point C kommt mir vor wie ein Zombie, den die britische Regierung da hochpäppeln will. Ohne Subventionen hätte das AKW keine Chance. Und für diesen Unsinn würden deutsche Stromkunden indirekt sogar mitzahlen. Das darf bitte nicht wahr werden. Wenn dieses Projekt realisiert würde, bauen womöglich auch andere europäische Staaten nach diesem Vorbild neue Atommeiler. Deshalb müssen wir Hinkley Point C jetzt stoppen. Ich unterstütze aus diesem Grund die Klage von Greenpeace Energy und möchte alle anderen auffordern, sich ebenfalls anzuschließen und der Kampagne Rückenwind zu geben. Meine Postkarte ist schon im Briefkasten gelandet!

(Foto oben: Jörg Modrow)

Infos zu Ninas Projekten unter www.ninahagen.com
Ninas Tschernobyl-Song: