Neue Studie: Atommüll macht AKW-Projekte teurer als geplant

Das geplante britische Atomkraftwerk Hinkley Point C könnte um mehrere Milliarden Euro teurer werden als bisher geplant. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie der unabhängigen Atomexpertin Oda Becker im Auftrag des Ökoenergieanbieters Greenpeace Energy. Die Untersuchung nennt zu niedrig angesetzte Ausgaben für die Entsorgung von Atommüll sowie den möglicherweise nötigen Bau eines weiteren Endlagers in Großbritannien als Gründe für die Kostensteigerungen. Durch zusätzliche AKWs, Zwischenlager und Atommülltransporte steige zudem die Gefahr eines Nuklear-Unfalls.

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Wer sind die Konzerne hinter Hinkley Point C?

Electricité de France (EDF) ist Bauherr und Hauptanteilseigner des geplanten Atomkraftwerks Hinkley Point C. EDF betreibt in Frankreich 58 AKWs an 19 Standorten. Das 1946 gegründete Unternehmen ist derzeit der größte AKW-Betreiber weltweit. EDF gilt mit Verbindlichkeiten in Höhe von 55 Milliarden Euro als hoch verschuldet und sieht sich wachsenden Kosten für die Instandhaltung der alternden Reaktoren gegenüber.

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EPR-Reaktormodell unter Druck

Zusätzlich zu den hohen und langfristigen Subventionen sorgen die erheblichen Verzögerungen und Probleme bei den EPR Bauprojekten in anderen Ländern für begründete Zweifel an dem Projekt Hinkley Point C, schreibt die Atom-Expertin Oda Becker in ihrer neuen Studie zu Kosten und Risiken des umstrittenen Atomprojektes. 

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Auswirkungen von Hinkley Point C und weiteren AKW-Projekten auf den Strommarkt in Deutschland

Die im Auftrag der Klagegemeinschaft um Greenpeace Energy erstellte Studie von Energy Brainpool untersuchte 2015 die Wirkung eines subventionierten Betriebs von Hinkley Point C mit einer installierten Leistung von 3,2 Gigawatt. Hier finden Sie einen Überblick über die Ergebnisse und die Studie zum Download.

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2014: Greenpeace Energy legt Einspruch gegen britische Atom-Beihilfen ein

Fast zwei Jahre dauert die Auseinandersetzung zwischen Greenpeace Energy und der EU-Kommission um Hinkley Point C bereits an. Im Frühjahr 2014 hat der Ökoenergieanbieter bei der Kommission in Brüssel Einspruch gegen staatliche Beihilfen für das geplante britische Atomkraftwerk eingelegt. Mit seiner offiziellen Stellungnahme im Verfahren zur Beihilfeprüfung protestierte der Ökostromversorger damals dagegen, dass Großbritannien den Bau neuer Reaktoren im Südwesten Englands massiv subventionieren will.

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Neue Studie: Windstrom ist billiger als Atomkraft

Der britische Strombedarf lässt sich erheblich kostengünstiger durch Windenergie in Kombination mit der ökologischen Speichertechnik Windgas decken, als dies mit dem geplanten Atomkraftwerk Hinkley Point C der Fall wäre. Das zeigt eine vom deutschen Ökoenergieanbieter Greenpeace Energy in Auftrag gegebene Kurzstudie des Analyseinstituts Energy Brainpool.

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Klage gegen Hinkley-Point-Subventionen ist eingereicht

Seit dem 15. Juli 2015 ist es amtlich:  Greenpeace Energy und neun weitere Unternehmen haben heute beim Gericht der Europäischen Union in Luxemburg Klage gegen Subventionen für das geplante britische Atomkraftwerk Hinkley Point C eingereicht. Die Ökostromanbieter und Stadtwerke aus Deutschland und Österreich gehen damit wie angekündigt juristisch gegen die EU-Kommission vor. Diese hatte die umstrittenen Beihilfen im vergangenen Jahr genehmigt. Das Klagebündnis wirft der Kommission hierbei Rechts- und Verfahrensfehler vor.

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Greenpeace Energy warnt im Bundestag vor britischen Atombeihilfen

Das Parlament in Berlin hat im Sommer 2015 darüber beraten, ob Deutschland ebenfalls gegen die exorbitanten Subventionen für das AKW Hinkley Point C klagen soll – und damit dem Beispiel von Österreich, Greenpeace Energy und anderen folgt. Bevor es noch vor der Sommerpause zur Abstimmung im Plenum kommt, hatte am 17. Juni der Ausschuss für Wirtschaft und Energie zum Experten-Hearing geladen, damit die Abgeordneten sich ein Bild von den Beihilfen und ihren Folgen machen konnten. Neben Rechts- und Politikexperten wurde Greenpeace Energy – als einziges Unternehmen – ebenfalls angehört.
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Offener Brief von Greenpeace Energy an Minister Gabriel

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Sönke Tangermann, Nils Müller (v.l.). Foto: Christoph Eckelt / Greenpeace Energy eG

Am 28. Mai 2015 schrieben Nils Müller und Sönke Tangermann einen Offenen Brief an Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Darin fordern die Greenpeace-Energy-Vorstände Gabriel auf, endlich Flagge gegen die unfairen Atombeihilfen für Hinkley Point C zu zeigen – und sich den Klagen gegen diese Subventionen anzuschließen, die weiteren Atomprojekten in Europa den Weg ebnen könnten. Nachfolgend dokumentieren wir den Brief im Wortlaut. Das Dokument im Original finden Sie hier.

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