Temelin: Tschechien setzt auf Ausbau der Atomenergie

In unserer Serie blicken wir auf AKW-Standorte, die von einer Subventionsentscheidung für Hinkley Point C profitieren könnten. Auch in Tschechien ist das der Fall – denn das Land will den Anteil der Atomkraft an der Energieerzeugung auf mindestens 50 Prozent erhöhen. Das dortige Atomkraftwerk Temelin – benannt nach der benachbarten Gemeinde und eines von zwei AKWs im Land – könnte dann erweitert werden. Doch bereits seit der Inbetriebnahme des ersten von aktuell zwei Reaktorblöcken im Jahr 2000 sorgt Temelin über die Landesgrenzen hinweg immer wieder für Besorgnis und Widerstand.
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AKW-Projekt Paks II: Teuer, intransparent und ohne ausreichendes Krisenmanagement

Es ist eines jener geplanten Atomprojekte in der EU, die von der Subventionsentscheidung für Hinkley Point C politisch und finanziell profitieren könnten: Am Ufer der Donau, südlich von Budapest gelegen und rund 470 Kilometer von Deutschland entfernt, liegt das Atomkraftwerk Paks. Es ist das einzige in Ungarn und deckt mit den bestehenden vier Reaktorblöcken rund 40 Prozent des landesweiten Stromverbrauchs ab. Der staatliche Betreiber Magyar Villamos Mũvek (MVM) plant nun, zwei weitere Druckwasserreaktoren mit einer jeweiligen Kapazität von 1.200 Megawatt zu bauen. Ein gemeinsamer Rahmenvertrag zwischen der ungarischen und der russischen Regierung über den Bau von Paks II wurde bereits Anfang 2014 unterzeichnet. AKW-Projekt Paks II: Teuer, intransparent und ohne ausreichendes Krisenmanagement weiterlesen

Klage gegen Hinkley-Point-Subventionen ist eingereicht

Seit dem 15. Juli 2015 ist es amtlich:  Greenpeace Energy und neun weitere Unternehmen haben heute beim Gericht der Europäischen Union in Luxemburg Klage gegen Subventionen für das geplante britische Atomkraftwerk Hinkley Point C eingereicht. Die Ökostromanbieter und Stadtwerke aus Deutschland und Österreich gehen damit wie angekündigt juristisch gegen die EU-Kommission vor. Diese hatte die umstrittenen Beihilfen im vergangenen Jahr genehmigt. Das Klagebündnis wirft der Kommission hierbei Rechts- und Verfahrensfehler vor.

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Greenpeace Energy warnt im Bundestag vor britischen Atombeihilfen

Das Parlament in Berlin hat im Sommer 2015 darüber beraten, ob Deutschland ebenfalls gegen die exorbitanten Subventionen für das AKW Hinkley Point C klagen soll – und damit dem Beispiel von Österreich, Greenpeace Energy und anderen folgt. Bevor es noch vor der Sommerpause zur Abstimmung im Plenum kommt, hatte am 17. Juni der Ausschuss für Wirtschaft und Energie zum Experten-Hearing geladen, damit die Abgeordneten sich ein Bild von den Beihilfen und ihren Folgen machen konnten. Neben Rechts- und Politikexperten wurde Greenpeace Energy – als einziges Unternehmen – ebenfalls angehört.
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Offener Brief von Greenpeace Energy an Minister Gabriel

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Sönke Tangermann, Nils Müller (v.l.). Foto: Christoph Eckelt / Greenpeace Energy eG

Am 28. Mai 2015 schrieben Nils Müller und Sönke Tangermann einen Offenen Brief an Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Darin fordern die Greenpeace-Energy-Vorstände Gabriel auf, endlich Flagge gegen die unfairen Atombeihilfen für Hinkley Point C zu zeigen – und sich den Klagen gegen diese Subventionen anzuschließen, die weiteren Atomprojekten in Europa den Weg ebnen könnten. Nachfolgend dokumentieren wir den Brief im Wortlaut. Das Dokument im Original finden Sie hier.

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Erklärfilm: Hinkley Point C und die Folgen

Der AKW-Bau Hinkley Point C soll mit hohen Milliardensummen staatlich subventioniert werden. Aber welche Folgen hat das zum Beispiel für den Strommarkt in Großbritannien oder in der EU? Und warum bekommen Ökostromanbieter und Verbraucher auch in Deutschland Nachteile durch den Reaktorbau zu spüren? Unser Erklärfilm informiert über die Auswirkungen des umstrittenen AKW-Projektes.

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Staatsbeihilfen: Was sind „Golden Shares“?

Um den Bau der zwei neuen Reaktoren des Atomkraftwerks Hinkley Point im Südwesten Englands realisieren zu können, hat sich ein Konsortium gebildet, bestehend aus dem britischen Staat, der französischen Firma Électricité de France (EDF), dem Kraftwerksbauer Areva sowie den chinesischen Partnern China General Nuclear Power und China National Nuclear Group. Über die letzteren beiden staatlichen Firmen ist somit auch China am Projekt beteiligt. Um die britischen Interessen trotz der ausländischen Beteilung uneingeschränkt zu wahren, könnte eine so genannte „Golden Share“ – übersetzt also ein „goldener Anteil“ – an den Staat vergeben werden. Wir erklären, was es damit auf sich hat.
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