Berufungsklage gegen Hinkley-Subventionen: Fakten und Hintergründe

Die 2015 von Greenpeace Energy und anderen Energieversorgern eingebrachte Klage hatte das Gericht der Europäischen Union am 26. September 2016 als unzulässig abgewiesen. Nun legt die Hamburger Energiegenossenschaft als einziges verbleibendes Unternehmen Rechtsmittel gegen diese Entscheidung beim Europäischen Gerichtshof als übergeordneter Instanz ein. Die Details der Klage wurden auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt. Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zum Verfahren.

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Neue Studie: Atommüll macht AKW-Projekte teurer als geplant

Das geplante britische Atomkraftwerk Hinkley Point C könnte um mehrere Milliarden Euro teurer werden als bisher geplant. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie der unabhängigen Atomexpertin Oda Becker im Auftrag des Ökoenergieanbieters Greenpeace Energy. Die Untersuchung nennt zu niedrig angesetzte Ausgaben für die Entsorgung von Atommüll sowie den möglicherweise nötigen Bau eines weiteren Endlagers in Großbritannien als Gründe für die Kostensteigerungen. Durch zusätzliche AKWs, Zwischenlager und Atommülltransporte steige zudem die Gefahr eines Nuklear-Unfalls.

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Wer sind die Konzerne hinter Hinkley Point C?

Electricité de France (EDF) ist Bauherr und Hauptanteilseigner des geplanten Atomkraftwerks Hinkley Point C. EDF betreibt in Frankreich 58 AKWs an 19 Standorten. Das 1946 gegründete Unternehmen ist derzeit der größte AKW-Betreiber weltweit. EDF gilt mit Verbindlichkeiten in Höhe von 55 Milliarden Euro als hoch verschuldet und sieht sich wachsenden Kosten für die Instandhaltung der alternden Reaktoren gegenüber.

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EPR-Reaktormodell unter Druck

Zusätzlich zu den hohen und langfristigen Subventionen sorgen die erheblichen Verzögerungen und Probleme bei den EPR Bauprojekten in anderen Ländern für begründete Zweifel an dem Projekt Hinkley Point C, schreibt die Atom-Expertin Oda Becker in ihrer neuen Studie zu Kosten und Risiken des umstrittenen Atomprojektes. 

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Auswirkungen von Hinkley Point C und weiteren AKW-Projekten auf den Strommarkt in Deutschland

Die im Auftrag der Klagegemeinschaft um Greenpeace Energy erstellte Studie von Energy Brainpool untersuchte 2015 die Wirkung eines subventionierten Betriebs von Hinkley Point C mit einer installierten Leistung von 3,2 Gigawatt. Hier finden Sie einen Überblick über die Ergebnisse und die Studie zum Download.

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2014: Greenpeace Energy legt Einspruch gegen britische Atom-Beihilfen ein

Fast zwei Jahre dauert die Auseinandersetzung zwischen Greenpeace Energy und der EU-Kommission um Hinkley Point C bereits an. Im Frühjahr 2014 hat der Ökoenergieanbieter bei der Kommission in Brüssel Einspruch gegen staatliche Beihilfen für das geplante britische Atomkraftwerk eingelegt. Mit seiner offiziellen Stellungnahme im Verfahren zur Beihilfeprüfung protestierte der Ökostromversorger damals dagegen, dass Großbritannien den Bau neuer Reaktoren im Südwesten Englands massiv subventionieren will.

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Neues Dossier zu Unfällen, Fehlern und Skandalen beim EDF-Konzern

Kurz vor der Entscheidung des französischen Energiekonzerns Electricité de France (EDF) über milliardenschwere Investitionen in das geplante Atomkraftwerk Hinkley Point C in Großbritannien hat der deutsche Ökoenergieanbieter Greenpeace Energy ein Dossier zu bisherigen Fehlleistungen des Konzerns veröffentlicht. Das Papier dokumentiert zahlreiche öffentlich gewordene AKW-Unfälle, Unregelmäßigkeiten und Skandale bei EDF und seiner britischen Tochter EDF Energy aus den vergangenen Jahren.  Neues Dossier zu Unfällen, Fehlern und Skandalen beim EDF-Konzern weiterlesen

Neue Studie: Windstrom ist billiger als Atomkraft

Der britische Strombedarf lässt sich erheblich kostengünstiger durch Windenergie in Kombination mit der ökologischen Speichertechnik Windgas decken, als dies mit dem geplanten Atomkraftwerk Hinkley Point C der Fall wäre. Das zeigt eine vom deutschen Ökoenergieanbieter Greenpeace Energy in Auftrag gegebene Kurzstudie des Analyseinstituts Energy Brainpool.

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Slowakei: Zwei Reaktoren sollen veraltete AKWs ergänzen

Nun will auch die Slowakei in das Klageverfahren um die britischen Atombeihilfen einsteigen – als Streithelfer auf Seiten der EU-Kommission. Wirft man einen Blick auf die Energieversorgung des Landes, wird klar: neben Ungarn und Tschechien wird der Gerichtsstreit um Hinkley Point C auch für die Slowakei zum Präzedenzfall.

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