Keine neuen Atomkraftwerke in Europa. Keinen Cent mehr für Hinkley Point C.

BildleisteGreenpeace Energy klagt gegen milliardenschwere Subventionen für das britische AKW Hinkley Point C. Unsere begleitende Kampagne NO POINT soll Verbraucher, Medien und politische Akteure für das Thema sensibilisieren, informieren und mobilisieren. Auf dieser Webseite finden Sie daher Berichte über aktuelle Entwicklungen rund um Hinkley Point C und weitere Atomprojekte in Europa, Hintergründe zu unserer Klage vor dem Gericht der Europäischen Union sowie Medien und Materialien zum Download. Zudem können Sie hier unseren Kampagnen-Newsletter abonnieren, um stets aktuell informiert zu werden.

Britische Regierung gibt grünes Licht für Hinkley Point C

Die britische Regierung hat heute grünes Licht für das umstrittene AKW-Projekt Hinkley Point C im Südwesten Englands gegeben. Es kommentiert Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy. Die Energiegenossenschaft klagt seit 2015 gegen die Subventionen gegen das umstrittene AKW vor dem Europäischen Gericht.

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Neue Studie: Versorgungssicherheit trotz AKW-Abschaltungen stabiler denn je

Die Stabilität der deutschen Stromversorgung hat sich trotz des Atomausstiegs verbessert. Das ist das Ergebnis einer neuen Kurzstudie des Analyseinstituts Energy Brainpool im Auftrag des Ökoenergieanbieters Greenpeace Energy. Obwohl in der ersten Halbzeit des 2011 begonnenen und auf elf Jahre angelegten Atomausstiegs bislang neun Reaktoren mit einer Leistung von rund zehn Gigawatt weitgehend durch wetterabhängige erneuerbare Energien ersetzt wurden, ist die Stromversorgung deutlich seltener ausgefallen.  Neue Studie: Versorgungssicherheit trotz AKW-Abschaltungen stabiler denn je weiterlesen

Britische Regierung legt überraschend Hinkley Point auf Eis

Am Donnerstag erst hatte der Verwaltungsrat des EDF-Konzerns mit knapper Mehrheit grünes Licht für die hoch umstrittene Investition in das AKW-Projekt Hinkley Point C gegeben. Doch nur wenige Stunden später verschob die britische Regierung überraschend die für das Wochenende geplante offizielle Vereinbarung mit EDF über den Bau des AKWs auf den September.

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Greenpeace Energy übergibt Petition gegen AKW-Bauprojekte in Europa

Greenpeace Energy hat Vertretern des  Bundeskanzleramtes eine Petition übergeben, die die Regierung auffordert, konsequent gegen geplante Atomprojekte in Europa vorzugehen. Mit der von 62.425 Bundesbürgern unterzeichneten Petition appelliert die Energie-Genossenschaft an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die Energiewende und den Atomausstieg auf europäischer Ebene zu verteidigen – und zu verhindern, dass in direkter Nähe zu Deutschland gefährliche Atomkraftwerke gebaut werden. Bislang hatte sich die Bundesregierung zwar immer wieder gegen den Bau hochsubventionierter AKWs in Europa ausgesprochen. Politisch oder juristisch hat Deutschland aber bisher – anders als etwa Österreich oder Luxemburg – keinerlei Schritte unternommen, um sich gegen diese Projekte konkret zu engagieren.

„Mit ihrem vorsichtigen Atomkurs gegenüber benachbarten Staaten hat die Bundesregierung versagt, hier sollte Deutschland konsequenter im Sinne des Atomausstiegs auftreten“, fordert Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy. „Dazu gehört nicht nur, im Ausland für erneuerbare Alternativen zu werben, sondern auch jenen Vorhaben, die möglicherweise geltendes Beihilferecht oder Umweltprüfungen bei ihren Atomprojekten unterlaufen, mit klaren politischen und juristischen Konsequenzen zu drohen“, sagte Tangermann bei der Übergabe der Unterschriftenlisten im Bundeskanzleramt.

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Greenpeace-Energy-Vorstand Sönke Tangermann in Berlin. Fotos (2): Tanja Schnitzler/Greenpeace Energy eG

Aktuell sind in Europa mehr ein Dutzend AKW-Projekte geplant, so auch in Nachbarländern wie Polen oder Tschechien. Am Donnerstagabend erst hatte der französische EDF-Konzern seine Absicht bekräftigt, in Großbritannien das umstrittene Atomkraftwerk Hinkley Point C zu bauen. Und die ungarische Regierung will den Bau des AKW Paks II mit russischer Technik offenbar schneller als geplant realisieren – laut aktuellen Informationen der Betreiberfirma sollen beide Druckwasserreaktoren nun bereits 2025 ans Netz gehen.Wie mehrere wissenschaftliche Studien belegen, bergen diese Atomprojekte nicht nur technische und ökologische Risiken, sondern verzerren durch milliardenschwere Subventionen auch den Energiemarkt in Europa und Deutschland. Dies geht vor allem zu Lasten erneuerbarer Energieanbieter. Greenpeace Energy klagt deshalb zusammen mit Stadtwerken und weiteren Ökostromanbietern gegen das geplante Subventionspaket für Hinkley Point C vor dem Gericht der Europäischen Union. Zudem hat die Energie-Genossenschaft im Beihilfeprüfverfahren der EU-Kommission zu Paks II offiziell Einspruch gegen das ungarische Atomprojekt eingelegt.

„Die Bundesregierung sollte stärker als bisher versuchen, andere europäische Staaten vom gefährlichen und unwirtschaftlichen Ausbau der Atomkraft abzubringen – denn diese AKW-Projekte berühren auch deutsche Energie- und Sicherheitsinteressen“, sagte Tangermann im Anschluss an die Petitions-Übergabe bei einem Gespräch mit Fachleuten des Bundeskanzleramtes. Möglich sei dies zum Beispiel bei bilateralen Konsultationen oder im Rat der Energieminister auf europäischer Ebene. Tangermann betonte, dass auch die deutsche Bevölkerung einer drohenden Wiederkehr der Atomkraft in Europa ablehnend gegenübersteht. Laut einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag von Greenpeace Energy aus dem Frühjahr wünschen sich 68 Prozent der Befragten, dass die Bundesregierung politisch gegen AKW-Projekte in Nachbarstaaten vorgeht.

INFO  Den Originaltext der Petition finden Sie unter https://weact.campact.de/petitions/keine-neuen-atomkraftwerke-in-der-eu.

 

Führte Oettinger Geheimgespräche über ungarisches Atomprojekt?

Greenpeace Energy fordert EU-Kommissar Günther Oettinger auf, öffentlich dazu Stellung zu nehmen, ob er mutmaßliche Geheimgespräche mit der ungarischen Regierung über den Bau des Atomkraftwerks Paks II geführt hat. Laut Medienberichten sei Oettinger im Mai zu einem inoffiziellen Treffen nach Budapest gereist. Dabei habe der deutsche EU-Kommissar dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán Unterstützung für das umstrittene AKW-Projekt signalisiert.

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Brexit: Klage gegen Hinkley-Subventionen vorerst nicht betroffen

Eine knappe Mehrheit hat in Großbritannien für den Austritt aus der Europäischen Union votiert. Die Klage von Greenpeace Energy gegen Subventionen für das britische AKW-Projekt Hinkley Point C ist davon vorerst nicht betroffen, sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy.

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Diese vier Hürden hindern EDF daran, Hinkley Point C zu bauen

Eine Menge hat sich verändert, seit Tony Blair das Vereinigte Königreich vor ziemlich genau einer Dekade auf den Bau neuer Atomkraftwerke festgelegt hat. Damals war die Rede davon, dass das erste AKW 2017 ans Netz gehen und Elektrizität für rund 24 Pfund pro Megawattstunde produzieren sollte. All dies scheint nun ziemlich absurd. Stattdessen sieht sich der französische staatliche Energiekonzern EDF, der Hinkley Point C bauen soll, mit fundamentalen Problemen konfrontiert. Ein Gastbeitrag von Doug Parr, Chefwissenschaftler bei Greenpeace Großbritannien.

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Kommentar zum Atomstrategie-Papier der EU-Kommission

Wie Spiegel Online berichtet, will die EU-Kommission die Atomkraft in Europa stärken: Ein entsprechendes Arbeitspapier sieht erleichterte Atom-Investitionen sowie eine engere technologische Zusammenarbeit zwischen EU-Staaten vor. Es kommentiert Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy.

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